Sonntag, 1. August 2010

Wie hoch ist die übliche Maklerprovision?

Die Höhe der Maklerprovision ist gesetzlich nicht festgelegt. Je nach Bundesland beträgt die übliche Maklerprovision im Verkaufsfall zwischen 3-6 % zuzüglich Mehrwertsteuer.

In Berlin beträgt die übliche Maklercourtage bei Kaufabschluss 6%. Zuzüglich der Mehrwertsteuer errechnet sich daraus eine Provision von 7,14% des Kaufpreises. Die genannten Sätze können bei Gewerbeflächen von den Angaben abweichen. Bei Mietwohnungen - nicht aber bei Sozialwohnungen - darf der Makler nicht mehr als 2 Nettokaltmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer in Rechnung stellen.


Nichtig  ist jedenfalls die Vereinbarung einer Maklerprovision in Höhe von etwa 27% des Kaufpreises. Eine solche Vereinbarung ist sittenwidrig, wenn keine besonderen Umstände für eine das gewöhnliche Maß übersteigende Maklertätigkeit ersichtlich sind (OLG Brandenburg, 14.10.2009, Az: 4 U 11/09). Auch eine Erfolgsprovision i. H. v. 12,5 % für einen Grundstücksverkauf steht in einem auffallenden Missverhältnis zur erbrachten Maklerleistung und ist als solche sittenwidrig (AG Frankfurt/Main, 6.11.2008, Az: 31 C 838/08-83). Ähnlich das OLG Frankfurt/Main bei einer Maklercourtage von 12% (OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 05.02.2008, 18 U 59/07)

http://www.ruge-mydlak.de/Rechtsgebiete/Maklerrecht/1,000000599161,8,1

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen