Montag, 11. Oktober 2010

Makler und Gemeinschaftsgeschäft

Arbeiten mehrere Makler zusammen, so kann dies in der Form von Gemeinschaftsgeschäften oder aber in der Form eines Zubringergeschäfts oder Untermaklervertrages erfolgen.. 

Dabei liegt ein Gemeinschaftsgeschäft im engeren Sinne vor, wenn zwei oder mehrere Makler auf entgegengesetzten Vertragsseiten tätig werden und eine Provisionsteilungsabsprache miteinander treffen. Dabei bestimmen sich die Rechte und Pflichten der beteiligten Makler ausschließlich nach den zwischen ihnen getroffenen vertraglichen Vereinbarungen. Zwar haben die heute zum IVD zusammengeschlossenen Maklerverbände RDM und VDM "Geschäftsbebräuche für Gemeinschaftsgeschäfte unter Maklern" erarbeitet. Doch mangels Verbindlichkeit gewinnen diese nur dann Bedeutung, wenn sie von den Maklern ausdrücklich oder stillschweigend zum Vertragsbestandteil  gemacht worden sind. Die Verletzung von Pflichten aus dem Gemeinschaftsgeschäft kann jedoch zu Schadensersatzansprüchen führen, etwa wenn ein beteiligter Makler von seinem Kunden weniger Provision verlangt, als nach der Abrede vereinbart.

Fehlt es an einer Vereinbarung hinsichtlich der Zusammenarbeit, spricht man von einem Zubringergeschäft. Der idR nicht gewerbsmäßig tätige Zubringermakler teilt dem Makler einzelne Vertragmöglichkeiten mit und erhält im Gegenzug einen geringen Teil der Provision. Üblich dürften hier 10% der Provision sein.


Verbindet sich ein Hauptmakler mit einem Untermakler zur Durchführung eines oder meherer einzelner Maklergeschäfte, spricht man von einem Untermaklervertrag. Der Untermakler wird an der Provision beteiligt, ohne dass zwischen ihm und dem Auftrageber eine vertragliche Beziehung besteht.. Der Untermakler ist Erfüllungsgehilfe des Hauptmaklers.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen