Donnerstag, 14. Oktober 2010

Maklercourtage: Widerspruch gegen die Provisionspflicht

Man kann es fast  wie ein Mantra herunter beten: Wer in Kenntnis eines eindeutigen Provisionsverlangens die Dienste eines gewerbsmäßigen Maklers in Anspruch nimmt, ist an sich auch ohne ausdrückliche Vergütungsvereinbarung provisionspflichtig.

Dies gilt natürlich nicht, wenn der Interessent gleichzeitig mit der Inanspurchnahem der Dienste die Provisionszahlung ausdrüclich ablehnt. Denn damit gibt der Interessent zu erkennen, dass er die Dienste des Maklers gerade nicht im Rahmen eines provisionspflichtigen Maklervertrages, sondern entweder im Rahmen eines unentgeltlichen Auftrages oder weil er es im Rahmen seiner Willinsbildung hinsichtlich des Abschlusses des Hauptvertrages mit dem Erstaufraggeber des Maklers - also des Verkäufers - benötigt. Bloß: Den Widerspruch gegen die Provisonspflicht muss der Interessent dann im Zweifel vor Gericht auch beweisen können, wie das OLG Düsseldorf im Urteil vom 20.2.2009 - I 7 U 51/08 klargestellt hat.   

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