Samstag, 2. Oktober 2010

Maklervertrag per Email

Unter welchen Voraussetzungen ein Maklervertrag zustande kommt, hatte ich in meinem Beitrag "Der Maklervertrag" beschrieben. Dazu kann grundsätzlich auch der schlichte Austausch von Emails genügen. So befand das Oberlandesgericht in einer Entscheidung aus dem Jahr 2009:

"Dennoch ist vorliegend vom konkludenten Abschluss eines Maklervertrages in Kenntnis des Provisionsverlangens des Maklers auszugehen. Wer einem Makler, wie hier der Beklagte, (s)eine E-Mail-Adresse nennt, muss heutzutage (und das galt auch schon Ende 2005) damit rechnen, dass diese von dem Makler, einfach weil es für ihn billiger ist, auch für die Übersendung von Exposés und anderen Mitteilungen genutzt wird. Wenn der Beklagte dann, vielleicht um sich „gutgläubig“ zu halten, sein Mail-Account nicht öffnet und/oder seine Mails nicht abruft und nicht liest, kommt das einer Zugangsvereitelung gleich."
  OLG Düsseldorf, Urteil vom 26.03.2009, AZ: 7 U 28/08

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