Montag, 22. August 2011

Krank: kein Weihnachtsgeld


Kranken Mitarbeitern darf ein Arbeitgeber freiwillig gezahltes Weihnachtsgeld  kürzen oder je nach Dauer der Krankheit sogar ganz streichen. Dies ergibt sich aus einem am 10.Februar 2011 verkündeten Urteil des LAG Rheinland-Pfalz (Az.: 10 Sa 495/10).

Die Mainzer Richter wiesen die Klage einer Arbeitnehmerin ab,  2009 an insgesamt 89 Arbeitstagen arbeitsunfähig erkrankt war. Der Arbeitgeber strich ihr das Weihnachtsgeld in Höhe von rund 1.400 Euro. Zu Recht, wie die Arbeitsrichter befanden. Denn bei Weihnachtsgratifikationen handele es sich um eine so Sondervergütung, die der Arbeitgeber freiwillig zum laufenden Lohn zahle . Gewährein Arbeitgeber ohne Rechtspflicht und ohne Rechtsbindung für die Zukunft eine Weihnachtszuwendung als freiwillige Leistung, so könne er in den Grenzen des § 4 a Satz 2 EntgFG solche Arbeitnehmer ausnehmen, die im Bezugszeitraum Fehlzeiten aufwiesen.

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