Samstag, 3. Dezember 2011

Maklerprovision von der Steuer absetzbar?

Bei Maklerprovisionen zwischen 3-6% des Kaufpreises ist die Frage naheliegend: Kann der Käufer diese Aufwendungen steuerlich absetzen?

Die Anwort ist ein klares: Jein!

Entscheidend ist, ob der Käufer die Immobilie selbst bewohnt, oder diese vermietet. Im Fall der Eigennutzung scheidet die steuerliche Geltendmachung der Maklercourtage leider aus. Anders hingegen, wenn der Käufer die Immobilie vermietet. In diesem Fall handelt es sich um Anschaffungsnebenkosten. Diese werden en Anschaffungskosten zugerechnet und fließen in die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Abschreibung ein. Die Courtage zählt damit grundsätzlich nicht zu den sofort abzugefähigen Werbungskosten und Betriebsausgaben.

Denkbar wäre es aber, die Maklerkosten auf verschiedene Dienstleistungen aufzuteilen. Übernimmt der Makler z.B.die Finanzierungsberatung, könnte ein Teil der Provision als Geldbeschaffungskosten in ganzer Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Die Aufsplittung setzt aber eine klare Vereinbarung voraus. Es könnte sich also durchaus lohnen, Ihren Steuerberater auf diesen Punkt anzusprechen.


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