Dienstag, 17. Januar 2012

Hätte der Pizzabäcker doch vorher seinen Anwalt gefragt ...

... wären Ihm 100 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine Therapie erspart geblieben.

Ein Kunde hatte nach dem Verzehr des Essens stundenlang Brechdurchfall. Deshalb gab er auf einer Internetplattform eine negative Bewertung ab. Die Erfolgsaussichten gerichtlichen Rechtsschutzes gegen die negative Bewertung beurteilte der Pizzabäcker ohne seinen Anwalt zu befragen offensichtlich als wenig aussichtsreich und so beschloss er diesen Fall nach der  "old school-Palermo-Methode" zu lösen: Kurzerhand nötigte er den Kritiker ihn zur Pizzeria zu begleiten. Vor Ort nahme er ihm die Geldbörse und das Mobiltelefon ab und sperrte ihn so lange in den Lagerraum, bis der Kunde ihm die Zahlung von 800,00 € zusagte. Zur allseitigen Überraschung stellte der freigelassene Kritiker Strafanzeige, welche zur Verurteilung durch das Amtsgericht Göttingen führte.

Quelle: www.lto.de



Kommentare:

  1. Einen Strafanzeige wird "erstattet", nicht "gestellt".

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  2. Sehen Sie! Das kommt dabei raus, wenn sich ein Zivilrechtler wie ich mit Strafrecht beschäftigt! ;-) Sie haben natürlich recht. Aber wenn ich die Formulierung mal "google" stelle ich fest, dass ich mich zumindest pressetechnisch in keiner schlechten Gesellschaft damit befinde.

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  3. Andererseits heisst es auch nicht "einen" Strafanzeige sondern "eine" Strafanzeige ;)

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  4. @Ralf Mydlak:

    Sie befinden sich sogar in sehr schlechter Gesellschaft, nämlich derer, die die deutsche Sprache nicht wirklich beherrschen.

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  5. Wahrscheinlich liegt das an meinem tiefverwurzeltem Harmoniebedürfnis: Instinktiv zieht es mich immer wieder zur Mehrheit hin. ;-)

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  6. Eine Mehrheit dürften diese Sprachpanscher glücklicherweise noch nicht darstellen.

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  7. Hinsichtlich der Mehrheit der Sprachpanscher nachstehend der Link auf eine Kolumne im "Spiegel": http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,297352,00.html . Im Übrigen gelobe ich Besserung! ;-)

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