Wenn in der Haushaltskasse Ebbe herrscht, bricht eine Flut von Ideen
über Stadtkämmerer herein.Und so kommt es, dass auf dem Bonner
Straßenstrich nunmehr ein Ticket-Automat steht. An dem dürfen die
Prostutierten nunmehr täglich ein Ticket für 6,00 € pro Nacht ziehen.
Unabhängi von der Zahl der Freier ist dieser Betrag als Steuer an die
Stadtkasse zu zahlen.
Der umgerüstete Parkscheinautomat dient der Steuergerechtigkeit - sagt
die Stadt. Schließlich müssen aufgrund der seit Anfang 2011 in Bonn
eingeführten Sexsteuer Prostituierte in Bordellen, Eros-Centern oder
Saunaclubs auch Steuern zahlen. 300.000,00 € erwartet sich die Stadt
davon an Steuereinnahmen. Allerdings scheitert der Geldsegen wie so oft
an den kleinen Dingen des Lebens: Viele der steuerpflichtigen
Prosituierten seien der deutschen Sprache nicht mächtig und hätten
Schwierigkeiten eine Einkommenssteuererklärung auszufüllen, wird die
Stadt-Sprecherin in der weltonline zitiert (OT: viele der deutschen
Sprache offiziell mächtigen haben diese Schwierigkeit auch! ;-)
).Außerdem gäbe es "eine Fluktuation." Da kam die Idee mit dem
Parkscheinautomaten wie gerufen! Schöner Nebeneffekt für die Mitarbeiter
der Stadtkämmerei: jetzt muss jemand täglich nach den Mädels schauen.
Nicht verschämt und heimlich, sondern ganz offiziell. Schließlich muss
jemand die Einhaltung der Ticketpflicht überprüfen!
Übrigends: so ganz ohne Kenntnis der deutschen Sprache geht es auch hier
nicht. "Montag bis Sonntag 20.15 Uhr bis 6.00 Uhr" steht auf dem
Automaten. Nicht, dass der Verkehr zur Unzeit einsetzt. ;-)
Quelle: www.welt.de
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