Mittwoch, 5. Mai 2010

Mandant will an die Öffentlichkeit ....

Vorhin mal wieder am Telefon: "Herr Rechtsanwalt, wenn wir mit DER Sache keinen Erfolg haben, dann gehen wir an die Öffentlichkeit." Öffentlichkeit ist dann meistens eine bekannte Zeitung mit vier weißen Buchstaben auf rotem Feld.  Meistens kommt dann noch der Zusatz: "Dann werden sie auch berühmt." Ich muss dann innerlich immer schmunzeln. Denn was die eigenen Erfahrungen mit den Medien angeht: Freunde und Bekannte werden sich noch an den lustigen Artikel in eben jener vorhin erwähnten Zeitung erinnern (http://bit.ly/dxKnZK) oder an den legendären Fernsehauftritt (http://bit.ly/anmw99). Lustig auch ein Interview zur Loveparade, bei dem ich zum Berliner Experten für Verwaltungsrecht mutierte (Schuster blieb bei deinen Leisten). Oder aus älterer Zeit: Berichterstattung über einen etwas aufsehenserregenderen Fall. Als ich den Artikel hinterher las, fragte ich mich, ob ich und der Redakteuer bei dem gleichen Prozeß anwesend waren. Aus Landgericht wurde bei ihm Verwaltungsgericht usw.

Ist jedenfalls immer lustig gewesen ... ;-))

3 Kommentare:

  1. immer lustig? Nöö! Wenn man die gleichgeschalteten deutschen Medien kennt, eher traurig........
    Mein Fall ist unter meinem Namen zu googeln und der ist jetzt seit 6 Monaten im Web. Ich zähle 6 (sechs) nationale Presseorgane, welche meinen Fall zugeschickt bekamen. Nachdem ich jetzt erst rausbekam, dass einer der Richter des LG, welche mich mit mehrfachen (haarstäubenden) Fehlurteilen bedacht hat, gleichzeitig der Pressesprecher desselben LG ist, ging mir -natürlich- ein Licht auf.....
    Es ist (immer noch) wie in 1933. Dass die Medien durch berichterstattung eventuelles öffentliches Interesse wecken würden....? Von was träumt der Mandant, wenn's draußen dunkel ist...?

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  2. So, wie war´s denn anno 33?

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  3. So, wie war´s denn anno 33?

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