Dienstag, 31. Januar 2012

Sachen gibt es: Annulierung einer Taufe

Die Taufe eines Kindes kann durch die staatliche Gerichtsbarkeit nicht annuliert werden. Die Taufe gehört zu den innerkirchlichen Angelegenheiten, die allenfalls eingeschärnkt gerichtlich überprüft werden können. Dies geht aus einem aktuellen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) hervor.

Ein Vater hatte gegen die katholische Kirchengemeinde geklagt, weil seine geschiedene Frau die damals 3-jährige Tochter taufen ließ, ohne den Vater zu fragen. Die Münchener Richter wiesen die Klage jedoch mit der Begründung ab, die Taufe gehöre als Sakrament zum Kern der innerkirchlichen Angelegenheiten, die von Gerichten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt überprüft werden könnten.

(BayerischerVGH, Beschluss vom 16.1.2012, Az. 7 ZB 11.1569)


Kommentare:

  1. Bei manchen Taufen wäre eine Annulierung aber wirklich angebracht. Eine Annulierung der Taufe über die staatliche Gerichtsbarkeit wäre dann zu erwägen, wenn angenommen werden kann, dass der Person im späteren Leben, "Nachteile" aufgrund Ihrer klanglichen Wahrnehmung bei Dritten auslösen wird. Dies wäre um Beispiele zu nennen bei folgenden Namen der Fall, die es wirklich gibt.
    Frau Anna Bolika
    Rüdiger-Rüde Detlef
    Frau Anne Ohren
    Frau Ina Nase
    Frau Rosa Schluepfer

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    1. hä? watt hat denn die namensgebung (= personenstandsrecht, öffentlich-rechtlicher bereich) mit der taufe (wasser uff´n kopp, bla bla und fertig) zu tun?

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    2. Wenn überhaupt, sollte man so etwas vor einem kirchlichen Gericht einklagen. Doch, so denke ich, bestehen auch dort in diesem Fall geringe Erfolgsaussichten. So spricht can. 849 beispeilsweise von der Taufe als untilgbares Prägmal. Eine "Rücknahme" der Taufe dürfte deshalb unmöglich sein.

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