Mittwoch, 16. März 2011

Bildung von Abrechnungseinheiten auch ohne gesonderte mietvertragliche Vereinbarung

Zwei gegenüberliegende Häuser der Vermieters werden einheitlich mit Wärme versorgt. Der Vermieter fasst beide Objekte bei der Heizkostenabrechnung zu einer Wirtschaftseinheit zusammen. Dies hält der Mieter für unzulässig und verweigert die Nachzahlung der Nebenkosten.

Zu Unrecht, wie der Bundesgerichtshof meint (Urteil vom 14.Juli 2010 - VIII ZR 290/09). Wenn eine andere Abrechnungsmöglichkeit wegen der Verbindung der Versorgung beider Häuser nicht besteht, kann der Vermieter nicht gezwungen werden, getrennt abzurechnen. Einer gesonderten Vereinbarung für die Bildung von Abrechnungseinheiten im Mietvertrag bedarf es dazu nicht.

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