Freitag, 14. Februar 2014

Keine steuerliche Anerkennung von Werbungskosten bei kurzfristiger Vermietung an nahe Angehörige

Vermietet ein Steuerpflichtiger nicht abgeschlossene Wohnungen vornehmlich an Angehörige, ist die steuerliche Berücksichtigung von erhöhten Werbungskosten regelmäßig ausgeschlossen. In derartigen Fällen kann von einer auf Dauer angelegten Vermietungstätigkeit nicht ausgegangen werden. Dies entschied des Finanzgericht Hamburg  (Finanzgericht Hamburg,Urteil vom 26.09.2013,Az.: 3K 181/11)



Hat der Vermieter die Absicht auf Dauer Einkommenüberschüsse zu erzielen, so kann er bei der Vermietung einer Wohnung erhöhte Werbungskosten etwa für Kreditzinsen geltend machen. Dies setzt voraus, dass die Vermietungstätigkeit langfristig angelegt sein. Die Hamburger Richter vermochten dies jedoch im vorliegenden Fall nicht zu erkennen. Entscheident für das Gericht war der Umstand, dass für eine Vermietung  in dem überwiegend selbstbewohnten Haus nur nahe Angehörige in Betracht kommen. Diese dürften nur ein zeitlich begrenztes Interesse an der Anmietung einer solchen Wohnung haben. Nach Auffassung des Finanzgerichtes könne nicht dargelegt werden, dass der Vermieter die Absicht hatte auf Dauer Einnahmenüberschüsse zu erzielen. Daher ist der Abzug von Werbungskosten  nicht möglich.

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