Mittwoch, 19. Oktober 2011

Die defekte Wohnungstür nach Feuerwehreinsatz

Die Feuerwehr steht vor der Tür und öffnet diese gewaltsam. Wer hat eigentlich später für die Reparatur der Tür zu sorgen?. Grundsätzlich der Vermieter, meint das Amtsgericht Bad Segeberg   (AG Bad Segeberg, Urt. v. 06.10.2011 - 17 C 336/10)   

Wenn ein Handwerker die Eingangstür einer Wohnung repariert und nicht beweisen kann, dass der Mieter der Wohnung ihn hiermit beauftragt hat, kann er nicht von dem Mieter die Zahlung der für die Instandsetzung der Tür angefallenen Kosten verlangen. Denn ein Werkvertrag mit dem Mieter kommt mach Auffassung des Gerichts auch nicht dadurch konkludent zustande, dass der Mieter von den Instandsetzungsarbeiten Kenntnis hat und diese duldet. Das in der Instandsetzung der Tür zu sehende konkludente Angebot des Unternehmers auf Abschluss eines Werkvertrages richtet sich grundsätzlich an den jeweiligen Vermieter der Wohnung.

Kommentare:

  1. Was ist, wenn beim Wohnungseigentümer der Rauchmelder in seiner Abwesenheit grundlos anspricht und die Feuerwehr ohne das es Rauch gibt oder andere Zeichen eines Brandes die Wohnungstüt aufbricht?

    Wer trägt die Reparaturkosten der Wohnungstür?

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  2. Wie wird geurteilt, wenn ein Wonungseigentümer in seiner eigenen Wohnung wohnt, der Rauchmelder falschen Alarm aussendet, es keinen Rauch und sonst keine anderen Anzeichen für einen Brand gibt, die Feuerwehr die Wohnungstür in Abwesenheit gewaltsamg öffnet und stark beschädigt?

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  3. Jedenfalls das Amtsgericht Hannover meint, Mieter müssen dem Vermieter keinen Schadensersatz zahlen, wenn bei einem Feuerwehreinsatz aufgrund eines Rauchmelder-Fehlalarms ihre Wohnungstür beschädigt wird (Az.: 537 C 17077/05)

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