Freitag, 7. Januar 2011

Mal was in der Reihe makabere Urteile: Mord als Wegeunfall

Eine aus dem "Tatort" durchaus bekannte Szene: Der Bauleiter einer größeren Baufirma  verlässt sein Haus, um in sein Büro zu fahren. Als er in sein Auto einsteigen will, fallen Schüsse. Tötlich getroffen bricht er zusammen. Im Fernsehen würden jetzt Hauptkommissarin Lindholm oder Hauptkommissar Till Ritter auf den Plan treten und würden den oder die Täter schnell zur Strecke bringen. Die Realität sieht leider ganz anders aus: Das Tatmotiv bleib unklar, der Täter konnte nichtt ermittelt werden. Daraus schloss die gesetzliche Unfallversicherung: wir brauchen an die Hinterbliebenen nicht zahlen, schließlich hat der tötliche Ausgang nichts mit der Arbeit im Betrieb zu tun.

Anders das Landessozialgericht Sachsen: Der Mord ist ein  Wegeunfall! Völlig unerheblich sei es, ob dieser ein betriebsbedingtes Tatmotiv habe, sei unerheblich. Es komme allein darauf an, dass der Versicherte sich ohne erhebliche Umwege oder Unterbrechungen auf dem Arbeitsweg befunden habe. (LSG Sachsen  L 2 U 146/03),

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