Donnerstag, 19. April 2012

Physiker – oft billiger als Anwälte?

Mein Physiklehrer pflegt mir wiederholt ins Stammbuch zu schreiben: "Wenn sie glauben als Anwalt bräuchten sie keine Physik, haben sie sich grundlegend getäuscht." 

An diese Mahnung fühlte ich mich erinnert, als ich das "Schlusslicht" auf der Seite der Tagesschau  las: 400 Dollar sollte ein Physiker an der Univeristät von San Diego dafür zahlen, dass er ohne zu stoppen in eine Kreuzung eingefahren sein soll. Der Mann brachte sein gesamtes Fachwissen auf, um diese Behauptung zu widerlegen. Wie, das lesen Sie hier.

Der Beamte habe lineare mit Winkelgeschwindigkeit verwechselt und daher den Fall falsch eingeschätzt. Welche Berechnungen der Beamte hätte anstellen müssen, um zum "richtigen" Ergebnis zu kommen, lesen Sie hier.

Angesichts der hohen Kosten eines Sachverständigengutachtens erlaube ich mir die Aussage "Physiker - oft billiger als Anwälte" mit einem Fragezeichen zu versehen. ;-)

Kommentare:

  1. ... man beachte aber auch das Datum, das auf dem Paper angegeben ist ;-)

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    1. Wobei nach fast 20 Jahren Berufserfahrung: so etwas gibt es nicht nur am 1. April! ;-)

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  2. Wobei ein guter Anwalt in dem Fall wohl auch genügt hätte, da auf die Frage: "Hatten Sie klare Sicht auf die Haltelinie ?" ein "Nein" gekommen wäre.
    Der Physiker hat nur ausführlich dargelegt, dass es auf diesen schlichten Sachverhalt ankommt und auch Polizisten besser beobachten und nicht schätzen sollten.

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