Mittwoch, 13. Juli 2011

"Wer die Hölle fürchtet ...

... kennt das Büro nicht," lautet der Titel eines Büro-Romans.Der Ich-Erzähler "Jockel Beck" lässt sich munter über fiktive Chefs und  ebenso fiktive Kollegen aus. Als der Autor das Buch Ende 2010 während der Arbeitszeit Kollgen zum Kauf anbot, fand zumindest der Arbeitgeber das nicht lustig und  sprach am 10. November 2010 eine fristlose Kündigung aus. Das Buch weise deutliche Parallelen zum Unternehmen und dort tätigen Personen auf. So seien u..a. die Romanfiguren „Hannes“, „Fatma“ und „Horst“ als tatsächlich existierende Personen zu identifizieren. Durch das Buch sei der Betriebsfrieden erheblich gestört worden. Manche Kollegen hätten sich persönlich angegriffen gefühlt, Eine Mitarbeiterin habe sich sogar in ärztliche Behandlung begeben müssen. Selbstredend sieht der Autor das ganz anders: Er beruft sich auf die Freiheit der Kunst und im übrigen sei es ein fiktiver Roman, der keine Rückschlüsse auf reale Personen zuließe. Das Arbeitsgericht Herford sah das in 1. Instanz ähnlich. Am Freitag entscheidet das LAG Hamm. Lassen wir uns überraschen ...

Quelle: justiz-online.de


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