Donnerstag, 28. Juli 2011

Maklerdienste und Aufwandsentschädigung

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, stellt die Vereinbarung einer Aufwandsentschädigung ein zwar legitimes, aber durchaus mit rechtlichen Fallstricken versehenes Mittel zur Sicherung der Vergütung des Maklers dar. 

Derartige Vereinbarungen können im Einzelfall beurkundungsbedürftig sein. So hatte das Oberlandesgericht Frankfurt/Main über den Anspruch auf Aufwandsentschädigung eines Maklers zu entscheiden, der sich mehr als 40% des Erfolgshonorars für den Fall versprechen ließ, dass sein Auftraggeber von seiner Verkaufsabsicht Abstand nimmt. Eine solche Vereinbaurng ist beurkundungspflichtig! Wie das Oberlandesgericht ausführt, wird eine Drucksituation für den Kunden erzeugt, wenn eine Entschädigung vereinbart wird, die nahezu die Hölfte der vereinbarten Provision erreicht. Bei einer derartigen Zwangssituation verlangt die Rechtsprechung die Beurkundung.

(Oberlandesgericht Frankfurt, Urteil vom 22.9.2010, Az.: 19 U 120/10)

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