Dienstag, 18. Mai 2010

Lesen von Arbeitszeugnissen .... vergnügungssteuerpflichtige Tätigkeit?

Der Anwaltsberuf ist ja durchaus ein sehr ernster Beruf. Schön, wenn man bei der Berufsausübung auch ab und an lachen kann. Sehr schön, wenn ein Schreiben des Gegners einen zum Lachen bringt. Besonders schön, wenn es um Arbeitszeugnisse geht. Da flattert mir heute ein Arbeitszeugnis auf den Schreibtisch. Etwas stirnrunzelnd betrachte ich das offenbar selbst gestaltete Logo: Eine Schlange windet sich um einen Äskulapstab. Das Gesicht ist offenbar dem von Goofy nachgebildet. Die Augen sind verdreht, um die Backe ist ein Verband gewickelt. Tränen oder Schweißperlen umspielen das Gesicht. Na, welchen Beruf hat der
Arbeitgeber wohl? RICHTIG! Er ist Arzt, genauer gesagt: Zahlarzt. So weit, so geschmacklos. Der Blick gleitet weiter über das Blatt Papier: Arbeitszeugnis in Briefform mit Anschrift der Arbeitnehmerin im Anschriftenfeld Geht ja gar nicht! Aber dann der Inhalt: "Sie erfüllte ihre Aufgaben erwartungsentsprechend". "Im Umgang mit den Patienten war sie freundlich und einfühlsam" Fehlt da nicht etwas? Und wie war ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten??? Sehr schön in der Schlußformel: "Ich bedanke mich für das gezeigte Interesse .... ". Bei so einer "wohlwollenden" Bewertung kommt doch Freude auf! ;-))

Kommentare:

  1. "Ich bedanke mich für das gezeigte Interesse . ".
    Nur noch selten zu lesen, weil selten dämlich, aber immer wieder gut.meit Lür.

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  2. Zahlarzt?

    Bekommt man da jedes mal Praxisgebühr, wenn man vorbeischaut? Dann teilen Sie mir doch bitte mal die Adresse mit! :-)

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  3. Hey, DER war gut: Zahlarzt! Freud'sche Fehlleistung von mir!;-))

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