Freitag, 29. April 2011

Den Prager Fenstersturz kannt ich ja ...

 ... bisher aber nicht den Karlsruher Fenstersturz.

Und der geht so: Ein übermütiger Beifahrer sehnt sich offenbar nach Frischluft. Er reißt das Beifahrerfenster auf und lehnt sich heraus. Dummerweise so weit, dass er Tribut an die Schwerkraft leisten muss und aus dem Fahrzeug plumpst. Tja, und wenn der Deutsche hinfällt, dann schaut er nach Tucholsky, wer schadensersatzpflichtig ist. Ein Mitschuldiger war auch schnell gefunden: Der Fahrer! Laut Oberlandesgericht Karlsruhe (10 U 24/98) haftet er bzw. seine Kfz-Haftpflichtversicherung zu 50%. Schließlich hätte er ja in dieser Situation sofort abbremsen können. Aha!

1 Kommentar:

  1. AHA. Und dann wäre der Beifahrer nach vorne geschleudert worden und hätte sich schwere Verletzungen zugezogen, weil er vor das Auto geraten wäre. Und hätte dann gesagt, dass er ohne die Notbremsung nicht gefallen wäre...

    Und überhaupt: Wann hätte die Bremsung erfolgen sollen? Als er fiel (zu spät), als er sich rausbeugte (s. oben) oder schon beim Öffnen des fensters (unnötiges Abbremsen mit möglicherweise bestehender Gefahr eines Auffahrunfalls).

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