Dienstag, 12. April 2011

Geld ohne Autrag?

Vermieter erleben häufiger, dass Wohnungssuchende über einen nicht von ihnen beauftragten Makler zu ihnen gelangen. Dabei bestimmt § 6 Absatz 1 Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermG) eindeutig: "Der Wohnungsvermittler darf Wohnräume nur anbieten, wenn er dazu einen Auftrag von dem Vermieter oder einem anderen Berechtigten hat." 

Weist er seinen neuen Mieter darauf hin, weigert dieser sich häufig die vom Makler geforderte Provision zu zahlen. Zu Unrecht, wie sich aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 25.7.2002 - III ZR 113/02) ergibt. Der Verstoß gegen das Wohnungsvermittlungsgesetz macht en Maklervertrag zwischen dem Mieter und dem Makler nicht nichtig. Die Regelung des Wohnungsvermittlungsgesetzes soll  lediglich unterbinden, dass Makler Wohnungen anbieten, von denen sie zufällig durch Dritte erfahren oder die sie aus Anzeigen in Zeitungen entnommen haben, ohne dass sie von den Berechtigten einen entsprechenden Auftrag haben. Dieser Zweck wird jedoch bereits durch die Bußgeldandrohung des § 8 Abs. 1 Nr. 3 WoVermG erreicht.

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