Montag, 27. Juni 2011

Ich bin ja vollkaskoversichert ...

... was aber nach eine aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs im volltrunkenen Zustand auch nicht weiterhilft. Denn schwer betrunkene Autofahrer können bei einem Autounfall ihren Vollkasko-Schutz wegen grober Fahrlässigkeit verlieren. Folge: Sie bleiben auf dem eigenen Schaden völlig sitzen.  Versicherer dürfen ihre Leistungen  abhängig von der "Schwere des Verschuldens" des Versicherten kürzen und in Ausnahmefällen die Leistung ganz verweigern..

In dem vom Bundesgerichtshof am Mittwoch entschiedenen Fall (Urteil vom 22.Juni 2011 - IV ZR 225//10)  war ein Betrunkener gegen einen Laternenpfahl gefahren und wollte von seiner Vollkaskoversicherung Reparaturkosten von mehr als 600 Euro erstattet bekommen. Die Versicherung verweigerte dies aufgrund der im Blut gemessenen 2,7 Promille.

Allerdings sind  Versicherungen nur in Extremfällen berechtigt ihre Leistungen auf Null zu kürzen. Ansonsten müssen sie zumindest eine anteilige Quote des Schadens ersetzen.

Kommentare:

  1. Obwohl ich inzwischen gar nichts mehr trinke (alkoholmäßig)wenn ich fahre, hoffe ich denn doch, dass die Versicherungen bei 0,5 Promille noch Nachsicht walten lassen.

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