Montag, 14. November 2011

Coburger Treppensturz



Die Besucherin einer Kirchenmusikveranstaltung stürzte auf der letzten oder vorletzten Stufe einer Treppe im Außenbereich der Kirche. Die Treppe hat einen Handlauf auf der linken Seite. Die Besucherin benutzte jedoch die rechte Seite.

Sie verlangte daher Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,00 € und Ersatz weiterer Schäden in Höhe von 5.500,00 €. Die Treppe sei nicht ausreichend gesichert gewesen. Steine mit unterschiedlicher Höhe ragten aus dem Boden und sie habe wegen der vielen ihr entgegenkommenden Menschen die Seite ohne Handlauf benutzen müssen. Die Kirchengemeinde wendete ein, die Besucherin wohne in der Nähe der Kirche und sei mit der Treppe hinreichend vertraut. Den Sturz hätte sie leicht vermeiden können, wenn sie die linke Seite der Treppe mit dem Handlauf benutzt hätte.

Dies sah das Landgericht Coburg nach einem Ortstermin ähnlich: Es handele sich um grobes und im Bereich der Außenanlagen von Kirchen typisches Pflaster, dessen Beschaffenheit leicht zu erkennen sei. Auch die Beleuchtung der Treppe sei ausreichend.Das Landgericht wies die Klage daher ab.

Quelle: PM des LG Coburg, Urteil vom 13.04.2011, Az. 22 O 273/10

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