Dienstag, 8. November 2011

Von Brauereipferden und Visitenkartenabdrucken im Blech

Verglichen mit dem Leben der strafrechtlichen Zunft erscheint das Leben des Zivilrechtlers manchmal grau und öd'. No Sex, Crime or Rock'n Roll ... Nur die Frage aller Fragen für den Zivilrechtler: wer will was von wem voraus? Kein Wunder, dass einige von uns zur "Feder" greifen und diese Tristesse ;-) in humorige Worte fassen. Viele von den Vertretern dieser Gattung scheinen in den letzten Jahrzehnten ihren Dienst eher an rheinischen Gerichten getan zu haben. Nachstehend mal wieder ein wunderschönes Beispiel vom Amtsgericht Köln:

Schon der Sachverhalt ist kurios: Einses der Zugpferde des zu Werbezwecken durch die Stadt Köln fahrenden Brauereifuhrwerks der Beklagten traf mit einem Huf den PKW des Klägers und hinterließ gleichsam damit seine Visitenkarte.

Herrlich, wenn das Gericht feststellt:

"Die Pferde sind auch am 31.1.1984 pünktlich um 12.00 Uhr („High Noon“) vor der Postschänke zur Attacke angeritten, um das dort befindliche Auto der Kl. einzutreten, auch wenn die genauenUmstände, wie sie dahin gelangt sind, im einzelnen nicht mehr restlos aufgeklärt werden konnten." 

Doch ich will nicht zuviel vorwegnehmen: Lesen Sie selbst:  AG Köln, Urt. v. 12.10.1984 - 226 C 356/84

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