Dienstag, 29. November 2011

Cui bono: Schweinegrippe ... wie man mal eben 234 Millionen verbrennt

Einer meiner Facebook-Kontakte postete gerade das Foto einer Hauswand mit dem Spruch: "Merry crisis and a happy new fear." "New fear" kommt so sicher, wie das "Amen" in der Kirche, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt .Im Jahre 2009 war es die Schweinegrippe. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die höchste Pandemiestufe ausgerufen und damit für einen Ansturm auf den Impfstoff gesorgt.Wie sich im Nachhinein herausstellte, erwies sich das Virus als relativ harmlos. Die Impffreudigkeit der Bundesbürger hielt sich in Grenzen: nur 15% der insgesamt 34 Millionen bestellten Impfdosen wurden tatsächlich genutzt. Nach Ablaufen der Grippeangst konnten die überschüssigen Dosen auch nicht mehr im Ausland abgesetzt werden. Zwischezeitlich ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen. Folge:  Der Millionenrest wird nun in Magedburg verbrannt. Während die verabreichten Dosen von den Krankenkassen bezahlt wurden, dürfen die öffentlichen Haushalte die Kosten für alle anderen übernehmen. 239 Millionen Euro sollen es wohl sein.

Natürlich ist es im Nachhinein immer leicht zu kritisieren. Aber es stimmt doch besorgniserregend, dass mit jeder neuen Angst neue Millionenbeträge verbrannt werden. Und: "New Fear" kommt bestimmt! 

Quelle: www.mdr.de


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