Montag, 23. Mai 2011

Befristete Arbeitsverträge

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt hat, ist fast jede zweite Neueinstellung befristet.  Für den Arbeitgeber hat dies den Vorteil größerer Flexibilität und einer Aushebelung des Kündigungsschutzes. Doch nicht jeder befristete Arbeitsvertrag ist  wirksam. Es empfiehlt sich daher genau zu prüfen, ob der befristete Arbeitsvertrag wirksam ist. Der befristete Arbeitsvertrag ist immer dann rechtmäßig, wenn er von beiden Seiten unterzeichnet und die Befristung auf einem anerkannten Befristungsgrund beruht.

In dem Vertrag muss der Grund für die Befristung ausdrücklich angegeben werden. Ein Grund für die Befristung kann etwa sein, dass der Betrieb die Arbeitskraft des Mitarbeiters nur vorrübergehend benötigt oder der Mitarbeiter als Vertretung eingestellt wird. Zulässig ist auch eine Befristung zur Erprobung. Eine Liste der Befristungsgründe findet sich in § 14 Teizeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

In Zweifelsfällen kann die Rechtmäigkeit der Befristung binnen einer Frist von drei Wochen nach Ablauf des Arbeitsvertrages durch Klage vor einem Arbeitsgericht geprüft werden. Nach Ablauf der Frist sind Ansprüche ausgeschlossen.

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