Donnerstag, 25. November 2010

Es liegen Welten dazwischen - Kachelmann-Berichterstattung und wie es auch anders aussehen könnte

Karl-Dieter Möller, der Leiter der ARD-Fernsehredaktion "Recht und Justiz" geht in den Ruhestand. Was hat das mit der Berichterstattung über die "Causa Kachelmann" zu tun? Eine ganze Menge!  Denn wer die Berichte Möllers mit denen der Journalisten im Fall Kachelmann vergleicht, merkt: da liegen Welten dazuwischen. Was kein Wunder ist. Karl-Dieter Möller ist gelernter Volljurist. Er versteht etwas von den Themen, die er den Zuschauern vermittelt hat. Und wer sein Handwerk versteht, kann auch komplizierteste Sachverhalte dem Laien nahebringen. Und dem unterlaufen halt nicht solche Dinge, über die in verschiedenen Blogartikeln berichtet wurde (u.a. hier und hier). Möllers Berichte werden mir fehlen.

Kommentare:

  1. Ich habe die Urteilserläuterungen von Herrn Möller in der Tagesschau auch immer geschätzt.

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  2. Journalistisch und juristisch korrekte Berichterstattung ist natürlich immer wünschenswert, wenn auch leider selten. Nicht umsonst können allein deshalb viele deutsche Tageszeitungen gar nicht erst gekauft werden.

    Problematisch für Herrn Kachelmann ist aber nicht zwingend nur die fehlerhafte Berichterstattung. Sein Ruf ist durch diese Sache so immens zerstört worden, dass er in der Öffentlichkeit nie wieder einen Fuß auf die Erde setzen können wird -- ganz egal, wie es für ihn ausgeht. Das ist -- falls er tatsächlich unschuldig sein sollte -- aber nicht die Schuld der Berichterstattung, sondern nur die der Anklägerin. Wie gesagt, falls...

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