Samstag, 27. November 2010

Immobilienerwerb - kleine Checkliste

Für die meisten ist der Erwerb einer Immobilie das bedeutenste Geschäft ihres Lebens Oft investieren sie ihr gesamtes Vermögen und müssen zusätzlich noch Darlehen aufnehmen.

Zum Schutz der Parteien sieht daher das Gesetz  die notarielle Beurkundung vor. Der Notar hat darüber zu wachen, dass der Erwerb rechtssicher erfolgt. Insbesondere achtet er darauf, dass keine der Parteien ungesicherte Vorleistungen erbringt und der Käufer das Objekt frei von Rechten Dritter erwirbt. Bei der Wahl des Notars sind die Parteien frei, wobei der Käufer nach § 448 Abs. 2 BGB die Beurkundungskosten trägt.

Viele wichtige Fragen sollten aber bereits vor dem Notartermin geklärt sein, damit es später kein böses Erwachen gibt. Etwa:

Darf das zum Kauf angebotene Grundstück auch wirklich bebaut werden? Mögliche Beschränkungen können sich aus dem Baulastenverzeichnis ergeben.

Stehen eventuell noch Erschließungsmaßnahmen an oder sind solche bisher noch nicht abgerechnet worden?Die Gemeindeverwaltung oder in Berlin das Bezirksamt kann hierüber Auskunft erteilen.

Gibt es Altlasten, etwa weil auf dem Grundstück früher eine Tankstelle stand oder eine Deponie betrieben wurde? Hier hilft ein Blick in das Altlastenregister.

Stichwort Schrottimmobilien: Wer ein Objekt als Kapitalanlage oder zu Steuersparzwecken erwirbt, sollte sich über die  tatsächlich zu erzielenden Mieten und die steuerlichen Folgen informieren.

Steht die Finanzierung? Vor der Beurkundung sollten die notwendigen Darlehensverträge abgeschlossen sein. Zu berücksichtigen ist, dass es ja nicht nur um die Finanzierung des Kaufpreises geht. Als "Nebenkosten" fallen schließlich noch Grunderwerbsteuer, Gebühren für Notar, Grundbuchamt und Makler an. Eventuell ist das Objekt ja auch noch zu renovieren.

Auch hier gilt das alte Wort: Zu Risiken oder Nebenwirkungen fragen sie ihren Rechtsanwalt oder Notar.

1 Kommentar:

  1. Auf die kalkulierte Kosten sollten 10 % draufgeschlagen werden, da es immer zu unvorhergesehenen Kosten kommt.

    Das Eigenkapital sollte mindestens 30 % betragen.

    Vorher unbedingt den Bebaungsplan der Gemeinde prüfen. Ob man nur eine Gartenhütte draufbauen kann, oder ob in der Nachbarschaft eine Hauptstraße oder ein Wohnblock errichtet werden könnte ...

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