Samstag, 25. September 2010

Das Pferd und das Mädchen ....

Zwischen Wollen und Können klafft hin und wieder eine gewaltige Lücke. Dies wollte aber die Mutter eines Teenagers nicht einsehen. Ihre Tochter sollte Karriere im Reitsport machen! Dafür war der ehrgeizigen Mutter nichts zu teuer und so kaufte sie für ihre Tochter einen 14-jährigen Wallach. 

Das Pferd war wohl reiterfahren, die Tochter eher nicht. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf befand die Mutter: Das Pferd sei mit charakterlichen Defiziten versehen und ungeeignet zum Reiten! Sie brachte den Wallach kurzerhand zum alten Eigentümer zurück und verlangte den Kaufpreis von 5.000,00 € zurück. Der fand, an dem Pferd sei nichts auszusetzen und lehnt dies ab. Überzeugt von den reiterlichen Fähigkeiten ihre Tochter zog die Mutter vor das Gericht. Zahlreiche Zeugen wurden vernommen, bis am Ende feststand: Charakterlich sei das Pferd tadellos. Die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Teenager und Pferd beruhten wohl in erster Linie auf dem mäßig ausgeprägten reiterlichen Können. Andere Reiter hätten nie Probleme mit dem Tier gehabt. Es sei nicht ersichtlich, dass der Hottemax Mängel aufweise.

Quelle: www.justiz.bayern.de

1 Kommentar:

  1. Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen,hieße sie Wullst.

    Es heißt nicht zu unrecht Reitkunst.

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