Donnerstag, 16. September 2010

O si taccuisses!

Die Kollegen  Kompa und Flauaus berichten in ihren Blogs über jene geniale Schöffin, die ihr Herz zu offen auf der Zunge trug und dadurch einen Prozess zum Platzen brachte. Kollegin Rueber mahnt zur Recht hinsichtlich der Schöffen mehr (Aus-) Bildung an. Tatsächlich gibt es Fortbildungsmaßnahmen für Schöffen über Volkshochschulen und Verbände. Es gibt auch Vereinigungen wie z.B. die "Deutsche Gesellschaft der Schöffinnen und Schöffen", die Seminare anbieten. Das Problem ist natürlich: all' das geschieht auf freiwilliger Basis. Wer sich im Hinblick auf die große Verantwortung die er übernimmt fortbilden will, der kann das. Ansonsten gilt nur das Stoßgebet: "O si taccuisses"



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Kommentare:

  1. Außer einer sehr kompakten Einführungsveranstaltung gibt es in Frankfurt am Main weder Fortbildung noch JVA-Besuch. Natürlich keine Kostenbeteiligung an Seminaren und kein Vorbereitungsgespräch zur HV, das länger als fünf Minuten dauert. Auf der Fahrt zum Gericht muß der Schöffe die StVO kennen, in der HV darf die StPO für ihn ein Buch mit sieben Siegeln sein.

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  2. Abgesehen davon schreibt man "tacere" und auch alle Ableitungen davon nur mit einem C. Aber schön, dass es noch Zitate aus der klassischen Literatur gibt, die sogar passend zum Kontext eingesetzt werden :).

    < / klugscheisser :) >

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