Montag, 7. Juni 2010

Nicht immer muss der Makler die vollständige Anschrift nennen:

Die vertragliche Leistung eines Maklers besteht in dem Nachweis zum Abschluss eines Vertrages oder in der Vermittlung eines solchen. Erschöpft sich der Auftrag in der reinen Nachweistätigkeit, so muss der Makler dem Interessenten grundsätzlich das konkrete Objekt, sowie Namen und Anschrift des abschlussbereiten Vertragspartners benennen (BGH NJW 1987,1628). Der bloße Hinweis auf das Objekt ohne namentliche Benennung des künftigen Vertragspartners reicht grundsätzlich nicht zur Erfüllung der Nachweistätigkeit (KG,
MDR 2000,23). Dies ist aber nicht immer so, wie eine Entscheidung des OLG Düsseldorf zeigt ( Urt. vom 5.9.2008 - 7 U 185/07 ): Danach liegt eine provisionspflichtige Nachweismaklerleistung im Einzelfall auch dann vor, wenn der Makler den Namen des Vertragspartners (noch) nicht mitgeteilt hat. Die Namhaftmachung des Vertragspartners ist entbehrlich, wenn es dem Maklerkunden aus seiner Sicht vorerst nicht auf dessen Person ankam, weil er sich zunächst einmal über die Geeignetheit des Objekts schlüssig werden wollte. Dies ist dann der Fall, wenn durch den unvollständigen Nachweis das Interesse des Maklerkunden zunächst  voll befriedigt worden ist und der Kunde den Hauptvertrag später abschließt, ohne dem Makler - obwohl dies im Einzelfall geboten gewesen wäre - die Gelegenheit zu geben, die zunächst unvollständige Maklerleistung vollständig zu erbringen.

http://www.ruge-mydlak.eu/42663/42000.html

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