Dienstag, 22. Juni 2010

Ohne ihn säßen wir jetzt wohl nicht an unseren Rechnern ...

In der industrialisierten Welt gibt es kaum einen Arbeitsplatz, an dem er nicht zu finden ist: der Computer. Was aber viele nicht mehr wissen: Der Computer stammt (zumindest auch) aus Berlin-Kreuzberg.



Heute jährt sich der 100ste Gebürtstag von Konrad Zuse. Im Jahre 1938 stellte der am 22.Juni 1910 geborene Bauingenieur seinen ersten Rechner vor:  Der Z1 war ein vier Kubikmeter großes Gebilde aus Walzen,Blechteilen und Glasplatten. Die Mechanik des Rechners wurde elektrisch angetrieben und arbeitete nie wirklich zuverlässig. Doch Zuse entwickelte seine Idee weiter und präsentierte im Jahre 1941 erstmals einen voll funktionsfähigen programierbaren binären Rechner. Die wirtschaftliche Verwertung dieser Erfindung wurde durch einen 26 Jahre dauernden Patenstreit mit dem Patentamt erschwert. Zuse gab nicht auf:

In der Nachkriegszeit entwickelte er im hessischen Hünfeld seine Rechner ebenso wie die theoretischen Grundlagen fortlaufend weiter. So wurde der Nachfolgetyp Z4 von der Deutschen Versuchsanstalt für Raumfahrt bei Testberechnungen eingesetzt und später nach Zürich vermietet. Damit war  der Z4 der erste kommerzielle Rechner weltweit und ging Ende der 50er Jahre in Serienproduktion. Im Jahre 1964 verzeichnet die Zuse KG mehr als tausend Mitarbeiter und generierte einen Umsatz von 25 Millionen Mark. Schließlich übernahm 1967 die Siemens AG das Unternehmen und besiegelte so das Ende des "Z" auf dem gewaltig expandierenden Computermarkt.Am 18.Dezember 1995 verstarb Zuse im hessischen Hünfeld.

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