Donnerstag, 8. Juli 2010

Der geheimnisvolle Herr "Q..."

Treffen an konspirativen Orten ... Übergabe geheimen Materials ... Kidnapping des Überbringers ... Agententhriller!

All dies ging mir durch den Kopf, als mir morgens ein Anrufer durchgestellt wurde. "Hallo Herr Mydlak, hier ist Q ... " nuschelte eine Stimme in den Telefonhörer. Q ....? Noch nie gehört! Geschäftsmäßig erwiderte ich
seinen Gruß und fragte nach seinem Anliegen. "Wir wollten uns doch mal treffen." Ich verwies den Anrufer darauf, dass er mit meiner netten Mitarbeiterin gerne einen Termin vereinbaren könne. Vorab wäre ich aber sehr erfreut, wenn ich erführe, worum es geht. "Das ist zu delikat, das kann man nicht in der Kanzlei besprechen", war die Antwort. Es seien Unterlagen zu sichten, die er nicht herausgeben wolle, er habe da schlechte Erfahrungen gemacht. Wie bitte??? Inzwischen schon etwas angenervt entgegnete ich, dass das nicht ginge. Entweder in der Kanzlei, oder gar nicht. Er möge es sich überlegen und - da gerade tatsächlich in Zeitnot - gerne später noch einmal anrufen. Der Anruf erfolgt auch tatsächlich einen Tag später. Und diesmal ? - stellte sich der Anrufer nicht mit seinem Künsternamen, sondern mit seinem bürgerlichen Namen vor und da wurde mir einiges klar:


Es war ein lieber alter Bekannter, der beim ersten Anruf erkältungsbdingt erheblich nuschelte. Er brauchte schlicht einen Rechtsrat - für den er später auch brav gezahlt hat - und mich ergänzend zu einem Bierchen einladen.

Also nix mit Agententhriller! ;-))

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