Mittwoch, 21. Juli 2010

Uupss.... teure Trennung

Liebe macht ja bekanntlich blind. Im Überschwang der Gefühle erklärt man ja so maches, was man später eventell bereut. So jedenfalls ging es einem Mann aus Süddeutschland. 

Seine Freundin war in seine Wohnung gezogen. Der Umzug war teuer und die Gute kannte ihren Schatz. Kurzerhand ließ sie sich schriftlich als Liebesbeweis zusagen, dass er ihr im Falle einer Trennung
einen Betrag von 15.000,00 EUR zahle. Eine Woche nach diesem Versprechen forderten die Hormone ihren Tribut: Sie entdeckte, dass ihr Geliebter eine Neue hat. Da saß sie nun nach einjähriger Beziehung mit ihrem Trennungsschmerz vor seiner Tür. Aber sie wollte sich trösten: schließlich hatte sie ja das Papier. Selbstredend, dass sich der Exfreund daran nicht mehr erinnerte. Außerdem: das sei alles sittenwidrig und ohnehin ohne Trauschein und Stempel nicht das Papier wert, auf dass dieses Versprechen stehe. So zog die Verflossene vor Gericht und das gab ihr Recht:Dieses sah in dem Papier ein Schuldanerkenntnis. Dies sei angesichts der Kosten des Umzuges auch nicht sittenwidrig sondern allein auf den Ausgleich der finanziellen Nachteile durch den Umzug ausgerichtet.

Auch wenn der Freund nun ein Ex ist: eine kleine Genugtuung hat die Versetzte damit immerhin!


Urteil Landgericht Coburg vom 12.05.2004, Az: 21 O 545/03

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