Samstag, 31. Juli 2010

Double Trouble? Der Doppelmakler

Von einem Doppelmakler spricht man, wenn ein Makler für Käufer und Verkäufer provisonspflichtig tätig wird. Der Bundesgerichtshof erachtet dies als grundsätzlich zulässig und nicht treuwidrig, wenn der Makler für beide Teile als Nachweismakler oder für den den einen Teil als Vermittlungsmakler und für den anderen Teil als Nachweismakler tätig geworden ist (BGH,Urteil vom 30.04.2003 Az. III ZR 318/02). Dies verpflichtet ihn allerdings zu einer strengen Neutralität. Diese verletzt er z.B., wenn er durch Einschaltung weiterer Interessenten zugunsten des Käufers in die Höhe treibt (OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.06.2000 Az. 7 U 207/99, in: NJW-RR 2001, 1133). Und er sollte auf seine Doppeltätigkeit auch hinweisen: Denn eine Maklerprovision kann nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg (LG Hamburg, Az. 313 S 96/91) nicht gefordert werden, wenn der Makler nicht vor Annahme des Auftrages durch den zweiten Kunden auf seine Eigenschaft als Doppelmakler hinweist. Der Maklerkunde kann eine bereits gezahlte Provision selbst dann noch zurückfordern, wenn sich der Kunde verpflichtete, die Provision zu zahlen, um den Hauptvertragsabschluss zu sichern.

http://www.ruge-mydlak.eu/42000.html

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