Sonntag, 1. August 2010

Der Imker, die Geduld und die Notdurft

Ein Imker ist die Geduld in Person, wie ich auf der Seite des Bienenzuchtvereins Bergisch-Gladbach e.V. las. Das gilt auch hinsichtlich der Verrichtung seiner Notdurft. Jedenfalls wenn es nach dem Verwaltungsgericht Neustadt geht.

Der lokale Imkerverein wollte an seinem Bienenhaus eine Toilettenanlage für die Imker und die Besucher errichten. Der Antrag auf Genehmigung einer Toilettenanlage wurde von der Baubehörde abgelehnt.


Die hiergegen gerichtete Klage blieb erfolglos. Für die Bienenhaltung sei eine Toilette nicht erforderlich, urteilte das Verwaltungsgericht (VG Neustadt, Urteil vom 16. November 2006 – 4 K 1291/06.NW). Außerdem seien die Vereinsmitglieder nur wenige Stunden an einzelnen Wochentagen am Bienenhaus. Dies liege überdies in einem ökologisch sensiblen Waldsaumbiotop und dieser werde allein schon durch die notwendige Entleerung der Fäkaliengrube gestört. Was machen unsere geduldigen Imker nun? Das was andernorts als "Verklappung" bezeichnet wird? Doch nicht in einem ökologisch sensiblen Waldsaumbiotop! Da hilft nur eins: GEDULD!

s.hierzu auch: Der Reisende, die Bahn und die Notdurft

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