Dienstag, 10. August 2010

Hofbäcker ...

In alter Zeit hatten die Könige und Kaiser ihre Hoflieferanten. Diese hatten das königliche oder kaiserliche Privileg, an den Hof Waren zu liefern und dies auch öffentlich zu annoncieren. In Monarchien, wie in Großbritannien, Thailand,Belgien und Dänemark existiert dieses System noch heute. Wenn man dem Bericht der Berliner Morgenpost Glauben schenken darf, gibt es etwas ähnliches auch in Deutschland: Ein hannoveraner Tradtionsbäcker beliefert mehrmals im Monat das Schloss Bellevue mit Backwaren.

Als Jurist vermute ich mal zugunsten der Beteiligten, dass es eher an langfristigen Verträgen liegen dürfte. Die im Bericht zitierte Sprecherin des BUND dürfte aber sicherlich Recht haben, dass es ökologisch Betrachtet nicht gerade sinnvoll ist Waren, die vor Ort produziert werden können extra über längere Distanzen zu transportieren. Dass sich die GRÜNEN in seltener Einigkeit mit der Handwerkskammer Berlin empören, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.

Aber mal ganz selbstkritisch: wenn ich mir so meinen eigenen Einkaufszettel angucke, stammt so manches nicht aus örtlicher Produktion. Wahrscheinlich ist der Bericht wieder ein Ergebnis des Sommerlochs.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen