Montag, 16. August 2010

Schlechte Idee: Geliebte als Beifahrerinnen

Dass das keine gute Idee war, wird der Saarländer sich hinterher auch gedacht haben. Jedenfalls war er eines Abends mit einer Frau, nennen wir sie F, seiner Geliebten und einem weiteren Mitfahrer in seinem PKW unterwegs. Die  Frau F saß direkt neben ihm, Geliebte und Mitfahrer saßen auf der Rückbank. 

Irgendwie ritt dem Fahrer der Teufel und er startete einen Annäherungsversuch gegenüber seiner Nachbarin. Dies wiederum fand die Geliebte überhaupt nicht komisch und schlug ihm auf die Schulter. Überrascht blickte dieser während der Fahrt nach hinten über seine rechte Schulter und verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über das Fahrzeug. Mitsamt der Insassen landete dies im Graben. 


Letzteres wiederum fand die Ehefrau, die Versicherungsnehmerin, nicht komisch und nahm den Versicherer auf Zahlung der Versicherungssumme für einen von dem Ehemann verursachten Verkehrsunfall in Anspruch. Gab es aber nicht, denn:  Das OLG Saarbrücken stellte unter Abwägung der Gesamtumstände grobe Fahrlässigkeit fest, die der Versicherungsnehmerin zugerechnet wurde, da der Ehemann als ihr Repräsentant anzusehen sei.


OLG Saarbrücken, Urteil vom 14.01.2004 5 U 396/03

Kommentare:

  1. Kann man mal die Schriftgröße wieder auf ein erträgliches Maß hochstellen? Danke.

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