Mittwoch, 11. August 2010

Holling,Lowinski und die schnöde Realität

Kollege Burhoff berichtet im  LexisNexis® Blog, dass die neue Serie über Fälle der Rechtsanwältin Leonora Holling durch Sat1 eingestellt wird. Als Ursache die geringe Einschaltquote vermutet er vermutlich zur Recht, dass beim Publikum "kein großes Interesse an “streng dokumentarisch und ohne die sogenannte “scripted reality” ausgerichteter Berichterstattung besteht". Aus ganz anderem Holz ist da “Danni Lowinski” gestrickt, über die Kollegin Braun verschiedentlich berichtet hat (s. u.a. Beitrag vom 8.4,. 20.7., 12.7. ). Ich muss ja als bekennender Ally McBeal Fan gestehen, dass mich seit Ally ohnehin keine Fernseh-Kollegin mehr begeistern konnte ;-). Die Serie war so herrlich realitätsfern und Ally war so schön "krass drauf" (um in den Umgangston meiner pubertierenden Kids zu verfallen), dass es nach einem stressigen Bürotag einfach ein Genuß war. Während die Strafrechtler ja noch einigermaßen spannende Hauptverhandlungen haben, geht es bei uns Zivilrechtlern in der mündlichen Verhandlung ja etwas anders zu. ".... Klägervertreter stellt den Antrag aus der Klageschrift vom ... Beklagtenvertreter stellt den Antrag aus dem Schriftsatz vom .... Entscheidung am Schluss der Sitzung." DAS war es ja in der Regel mit der "mündlichen Verhandlung". Neulich fragte mich Mandant nach solch einem Termin: "Wann kommt denn endlich mein Termin?" Etwas überrascht war er, als ich entgegegnete:"DAS war ihr Termin."

Kommentare:

  1. Ach, ich weiß warum ich das Strafrecht mag......
    Wobei auch Hauptverhandlungen nicht immer derart spektakulär sind... Unterhaltsam sind sie bisweilen aber schon.

    Dem Mandanten haben Sie aber dann schon erklärt, dass die Terminsgebühr dennoch fällig wird? ;-)

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